Außer Sport nix los… Oktober 16, 2006
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…im Staate Wisconsin. Jedenfalls nix was ich mitbekommen würde. Was entweder daran liegt, dass tatsächlich nix los ist in Green Bay und Umgebung, oder dass der Campus ziemlich weit außerhalb liegt und viele Studenten deshalb am Wochenende nach Hause flüchten.
Zudem ist auch noch das Wetter deutlich winterlicher geworden – was den gemeinsamen Aufenthalt im Grünen deutlich erschwert. Es gab sogar schon den ersten Schnee! Dummerweise habe ich verpeilt ein Foto zu machen – was wohl daran liegt, dass ich beim Einsetzen des Schneesturms gerade als Hilfstrainer auf dem Fußballfeld stand und damit beschäftigt war nicht zu erfrieren…
Trainer? Genau. Denn ich habe mir gedacht: Wenn es schon mit dem Spielen nicht so klappt, dann schlage ich mich eben auf die andere Seite. Also stehe ich nun fast täglich neben den eigentlichen Trainern an der Seitenlinie der offiziellen Uni-Mannschaft. Und für die läuft es derzeit richtig gut. Nicht das ich damit was zu tun hätte, aber nach fünf Saisonspielen steht das Team ungeschlagen an der Spitze der Liga und steigt auch in den nationalen Rankings. Ich bin schon mal auf die Playoffs gespannt. Go, fighting Phoenix!
Apropos go: Ich muss jetzt mal ab in die Vorlesung.
Faulheit siegt… Oktober 10, 2006
Posted by Jan-Hendrik in Life, Trip.add a comment
…und zwar über meinen Vorsatz in regelmäßigen Abständen irgendetwas an dieser Stelle zu posten. Deshalb gibt es auch heute nicht wirklich viel zu lesen. Und das, obwohl ich am Wochenende mit einer wilden Horde internationaler Studenten Minneapolis unsicher gemacht habe – und es eine erneute Niederlage im Fußball zu verzeichnen gibt.
Beides hängt wohl auch noch irgendwie zusammen. Denn nach etwas zu wenig Schlaf (fünf Stunden an zwei Tagen) und gerade genug Alkohol (da habe ich besser nicht mitgezählt) ist hektisches laufen in abendlicher Kälte nicht gerade die richtige Beschäftigung. Und da circa 90 Prozent des Teams ähnlich dachten, ging das Spiel mit 1:3 verloren…
Aber zurück zu erfreulicheren Dingen: Minneaplois ist echt ganz nett. Als Beweis: Die kleine Dokumentation bei Flickr. Wie unschwer zu erkennen ist, hatten wir noch mal richtig gutes Wetter. 23 Grad und Sonnenschein ohne Ende. Genau das richtige Wetter um erst die Stadt zu erkunden und dann am Mississippi zu chillen. Schließlich will man ausgeruht sein, wenn es in die Mall of America geht.
Dummerweise hat das mit dem „ausgeruht sein“ nicht so geklappt – dank einer etwas ausufernden Party im Hotel samt Besuch im Pool. Also total zerschossen in die Mall – und als erstes mal beim Frisör aufm Sessel eingepennt. Gute Entscheidung: Ausgeruht und mit passender Frisur noch schnell ein paar Kilometer gelaufen und ein paar Kilo Klamotten gekauft und der Tag ist schon fast wieder rum. Also zurück nach Green Bay!
Der Herbst kommt… Oktober 5, 2006
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…und das ist gar nicht schlimm. Denn dann soll es hier ja erstrecht gut aussehen. Erste Anzeichen gibt es überall auf dem Campus. Schon seit Tagen. Doch heute habe ich mich endlich mal daran gemacht, diese auf Film – besser gesagt Spiecherkarte – zu bannen und bei Flickr hochzuladen.
Das gute Wetter hat noch einen anderen entscheidenden Vorteil: Nicht nur meine Fotos sehen dank entsprechender Sonneneinstrahlung besser aus, auch unser drittes Saisonspiel in der Uni-Fußball-Liga konnte endlich steigen.
Nach genau einer Woche Spiel-Abstinenz ging es endlich wieder auf den Rasen. Und das mit Erfolg: Ein 2:0-Sieg für die International Kings! Zwar habe ich wieder nicht getroffen, immerhin aber meine zweite Vorlage in dieser Saison beigesteuert… und dabei habe ich nur eine Halbzeit gespielt.
Hoffentlich gelingt und das am kommenden Montag nochmal. Denn ein ausgiebiges Training wird es an diesem Wochenende wohl nicht geben: Da geht es mit den übrigen „Internationals“ für zwei Tage auf Erkundungstour in die „Twin Cities“ Minneapolis & St. Paul. Die Region hat um die drei Millionen Einwohner und ist damit deutlich größer als Green Bay. Sollte also einiges zu erkunden geben…
Looking for a job… Oktober 3, 2006
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Eigentlich sollte an dieser Stelle der nächste großartige Bericht über einen unglaublichen Sieg der International Kings stehen, aber nix da. Denn unser Fußballspiel wurde schon wieder abgesagt. Also habe ich jetzt genügend Zeit über andere Dinge zu berichten.
Zuerst natürlich über die unglaublich verweichlichten Liga-Verantwortlichen hier. Denn heute hat es noch nicht einmal geregnet. Ganz im Gegenteil: Es ist bestes Fußball-Wetter. Um die 18 Grad – und dennoch wurde das Spiel abgesagt. Nur wegen ein paar Gewitterwolken und etwas Gegrummel…
Aber egal. Hatte ich also Zeit, mich um meine berufliche Zukunft zu kümmern – schließlich bleibe ich nicht ewig ein fauler Student und deshalb muss ein Job her. Gesucht, gefunden. Beim durchforsten meiner lieblings Medien-Job-Börse entdeckte ich folgenden Traumjob: Producer/in für Astro TV. Gestalten Sie Deutschlands führenden Astrosender.
Das ist so herrlich trashig. Ich kann es kaum glauben, dass die Job-Beschreibung ersnst gemeint sein soll.
Ihre Aufgaben:
- Vorbereitung der Sendung mit Beratern, Programmleitung und Produktionsteam
- umfassende Steuerung der Live-Sendungen durch Einsatz dramaturgischer Mittel, Regie- und Berateranweisungen sowie des Telefonmonitorings
- verantwortlich für Zielerreichung während der laufenden Sendestunde
- Weiterentwicklung der Sendungen in Teamarbeit
Klingt ja alles ganz hervorragend. Aber haben die verantwortlichen Anzeigen-Schreiber ihre eigene Sendung eigentlich schon mal gesehen? Wenn ja: Was soll bitte mit dem Einsatz dramaturgischer Mittel gemeint sein? Etwa die groteske Hintergrundbeschallung mit pseudo-esoterischer Musik, oder doch die Entscheidung, ob die so genannte „Lebensberaterin“ die Zukunft der stark hilfsbedürftigen Anrufer lieber aus einem grünen oder roten Räucherstäbchen lesen soll…
Auch die „Zielerreichung während der laufenden Sendestunde“ dürfte sich wohl auf das schnellstmögliche Abzocken so vieler Anrufer wie möglich beschränken. Einzig und allein die Weiterentwicklung der Sendungen könnte tatsächlich interessant sein. Vorausgesetzt man hat andauernd einen im Tee…
…und ein Hochschulstudium in Film-, Fernsehen oder Kommunikationswissenschaft abgeschlossen. Denn das ist tatsächlich die Voraussetzung für den Job. Ebenso wie fundierte Kenntnisse der Film- und Fernsehproduktion. Aber mal ehrlich: Ich studiere doch nicht vier Jahre, sammle meine fundierten Erfahrungen in der Medienbranche um dann einen ganzen Stall von Möchtegern-Esoterikern und Pseudo-Hellsehern in ihrem Hinterhof-Studio in Berlin zu beaufsichtigen.
Wer unglücklicherweise noch nie was von meinem zukünftigen Traum-Arbeitgeber Questico oder Astro-TV gehört hat, sollte dies dringend nachholen. Am besten zur ausgedehnten Belustigung geeignet ist sicherlich die TV-Sendung oder der entsprechende Live-Stream. Wem das nicht genügt, der kann sich ja mal einige der so genannten „Experten“ und ihren außerirdischen Anführer Dr. Noé auf der Website von Questico ansehen. Ist wirklich zu empfehlen, denn für ein paar Lacher sind die immer gut… besonders nach einem ausgefallenen Fußballspiel.
Weicheier! September 28, 2006
Posted by Jan-Hendrik in Sport, University.add a comment
Wegen ein bisschen Regen ist doch gestern tatsächlich unser Fußballspiel abgesagt worden… dabei gab es nichtmal ein Gewitter oder so. Pfff. Alles Weicheier. Besonders die Schiedsrichter. Denn ich könnte wetten, dass gerade diese angeblich so erfahrenen Waschlappen keine Lust hatten, im Regen auf dem Platz zu stehen.
Aber nicht aufregen. Immerhin musste ich deshalb nun doch nicht wie geplant vorzeitig aus der Vorlesung entschwinden und konnte mir stattdessen einen netten Film über die Watergate-Affäre ansehen. Nicht dass mich das bildungstechnisch irgendwie weiter gebracht hätte, aber man kann seine Zeit auch unangenehmer verbringen.
Aber nicht nur meine Filmkenntnisse profitierten von dem verschobenen Kick: besonders unser Gegner hat sich offensichtlich über das entfallene Spiel gefreut. Bereits kurz nach der offiziellen Absage war auf dem Campus das Gerücht zu hören, dass unser Gegner die Hosen gestrichen voll gehabt hatte.
Grund: Unsere angeblich beängstigend gute aber dennoch harte Spielweise beim 5:2-Sieg am Montag. Nicht zu vergessen der kleine belustigende Streit mit Gegner und Schiedsrichter. Aber sich davon einschüchtern zu lassen? Wir beißen doch nicht. Und selbst wenn… Von wegen „home of the brave“ – eben doch viele Weicheier hier. Aber liebe Weicheier, lasst euch sagen: aufgeschoben ist nicht aufgehoben…
Go Kings! Go Party! September 26, 2006
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Es geht doch! Nach der peinlichen Niederlage im ersten Spiel haben die „International Kings“ jetzt die Verhältnisse wieder zurecht gerückt. Der deutliche 5:2-Sieg gegen die Lawn Fairies spricht Bände. Besonders da das Team in den vergangenen Jahren immer zu den Top-Mannschaften zählte und auch sein erstes Spiel in dieser Saison mit 4:0 gewinnen konnte.
Einen faden Beigeschmack hat der Sieg dennoch – jedenfalls für mich. Denn ich war einfach zu blöd, das Tor zu treffen. Drei Großchancen und was passiert? Einmal Pfosten, einmal gehalten, einmal komplett versagt. Ahrg… dabei hatte es im Training noch so gut geklappt. Aber es kommen ja noch genug Spiele…
Spiele in denen wir uns vermutlich auch wieder mit den so genannten Schiedsrichtern anlegen werden. Denn diese Aushilfs-Blindgänger pfeifen echt den letzten Mist zusammen. Aber ist ja auch kein Wunder. Schließlich verstehen wir ja überhaupt nix von Fußball. Kein Scherz: Die Schiris sind tatsächlich die der Meinung, dass sie im Gegensatz zu uns etwas von Fußball verstehen. Na klar, denn dafür sind die USA ja weltweit bekannt – als das Land der hervorragenden Fußballer. Wie hat deren Nationalmannschaft bei der WM nochmal gespielt…
Aber solange wir gewinnen, zählen solche Dinge definitiv zur Kategorie „Teambelustigung“. Schließlich hat es für einige Lacher auf unserer kurzfristig organisierten Siegesfeier gesorgt. Die passenden Bilder gibt es natürlich bei Flickr.
Public Safety – schon wieder… September 23, 2006
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…jaja, schon wieder. Gestern gab es mal wieder Ärger mit den netten Campus-Aufsehern. Und es wird von Mal zu Mal komischer. Denn wie bereits beim letzten Zusammentreffen mit den netten Herren vom Revier haben wir auch nach der zweiten Episode nichts zu befürchten – dafür aber eine Menge neuer und unsinniger Uni-Gesetze gelernt.
So darf man offensichtlich nicht mehr als 20 Personen in einem Appartment versammeln. Offiziell wegen des Brandschutzes – inoffiziell aber vermutlich um gemütliche Hauspartys zu untersagen. Pech für die Aufseher, dass wir diese Regel trotz Unwissens nicht gebrochen haben. Auch nach mehrmaligem nachzählen waren nur zu 18.
Eine weitere inoffizielle dafür aber umso interessantere Regel ist, dass man auf dem Campus nicht „go, go, go“ rufen darf. Also man darf es wohl schon. Allerdings ist das ein Garant dafür, dass man wenige Minuten später die Polizei im Haus hat. Denn die offizielle Begründung der Campus-Aufseher für den neuerlichen Polizei-Einsatz war: „Wir haben im Appartment jemanden „go, go, go“ rufen gehört. Da haben wir sofort die Cops gerufen.“
Aha. Das sagt man als Aushilfs-Hausmeister also, wenn einem kein anderer Grund einfällt, eine Party zu stoppen. Denn offensichtlich gab es keinen anderen Grund: Wir waren in einem Appartment in dem das Trinken erlaubt ist und dürften trotz erhöhter Lautstärke keine Ruhe gestört haben – denn zum Zeitpunkt des Polizei-Einsatzes befanden wir uns noch weit vor jeglicher Ruhezeit (die hier auf dem Campus um 23 Uhr beginnt).
Also lag es mal wieder an gelangweilten Streber-Studentenaufsehern, die ihre neuen Walkie Talkies ausprobieren wollten. Denn warum ruft man sonst schon die Polizei, bevor man überhaupt gesehen hat, was im Appartment vor sich geht. Natürlich hatten wir dort Alkohol und natürlich waren auch Personen unter 21 anwesend, aber diese hatten in diesem Fall tatsächlich nix getrunken. Offensichtlich haben die Aufseher also ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Denn sonst hätten sie ja gewusst, dass es bei uns nix zu holen gibt. Denn nichtmal den Alkohol mussten wir diesmal wegschütten…
Spiel verloren, Kneipe gewonnen. September 21, 2006
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Wie die Überschrift schon vermuten lässt, haben wir unser erstes Saisonspiel verloren. Mit 2:3 in der Verlängerung. Da haben wir unseren Gegner wohl etwas unterschätzt…
Konditionstraining? Brauchen wir nicht. Eine festgelegte Ausfstellung mit einzuhaltenden Positionen? Wozu denn das. Wir sind schließlich die unwiederstehliche Mischung aus kühlem europäischen Hau-Drauf-Fußball und südamerikanischem Ballzauber. Was sollte uns schon aufhalten… abgesehen von der gestrigen Mannschaft natürlich.
Aber egal, es folgen schließlich noch sechs Spiele. Zeit genug sich für die Playoffs zu qualifizieren. Bis dahin werden wir dann vermutlich doch mal ein bisschen ernsthaft trainieren – besonders was die Kondition vieler Spieler (mich eingeschlossen) angeht. Schließlich ist das Fitness-Studio hier umsonst…
Und noch was anderes ist für das gesamte Team vermutlich bald umsonst: Bier und Pizza in Downtown Green Bay. Jedenfalls in einem Lokal – dem Washington Sqare Pub. Denn der wird vermutlich neuer Sponsor der International Kings. Dann macht selbst das Feiern nach einer Niederlage fast noch Spaß…




